In keiner Form des Musizierens wird Sensibilität, Offenheit und Sinn für Gemeinschaft mehr gefordert als in der Kammermusik. Die stille Übereinkunft zwischen den Partnern, der gemeinsame Atem, ein alle verbindender Geist sind notwenig, um auf wirklich hohem Niveau miteinander musizieren zu können.
Seit vielen Jahren beschäftigen sich Theatergruppen wie das Theater complicité (London) oder die Ecole Lecoq (Paris) auf der theatralischen Ebene mit ähnlichen Themen. Als ehemalige Geigerin und seit vielen Jahren als Regisseurin am Theater tätig, ist es mir ein Anliegen, die Erfahrung und das Wissen, das in meinem beruflichen Bereich vorhanden ist, speziell für Musiker zu adaptieren und praxisbezogen umzusetzen.
Das gemeinsame künstlerische Potential des Ensembles mobilisieren
Größere Offenheit für Impulse von außen
Nonverbale Kommunikation mit den Partnern stärken
Bewusstsein für die stille Übereinkunft schaffen
Übernahme von Verantwortung in der Rolle des Führenden
Vertrauen und Sicherheit in der Rolle des Geführten
Übungen zur stillen Übereinkunft
Sensibilisierung und Wahrnehmungsschulung
Übungen für gemeinsamen Atem und Bewegung
Aspekte des Führens und Sich-führen-Lassens
Arbeit am gemeinsamen Ausdruckspotential der Gruppe
Kommunikation auf mehreren Ebenen
Die Arbeit versteht sich als ganzheitlich und erfordert, wie das Musizieren im Ensemble, volle Hingabe und Konzertration und weist durch die spielerische Ebene, welche die Übungen vorgeben, große Parallelen zum musikalischen Spiel auf. Theaterimprovisation, Elemente des Theater complicité und der Pantomime, sensitive Visualisierungstechniken sowie Körper- und Energiearbeit sind die Grundbausteine des Workshops. Alle Übungen werden – nachdem sie in einer theatralischen Urform erarbeitet wurden – auf die musikalische Ebene und die Arbeit mit den Instrumenten umgesetzt. Eine enge Zusammenarbeit mit den musikalisch Lehrenden wäre sehr erwünscht, um das Erlernte möglichst direkt in die Arbeit an einem konkreten Stück mitzunehmen.