Oper von Nader Mashayekhi
Libretto: Nadja Kayali & Angelika Messner
Anhand des Schicksals des persischen Dichters Nizami, der in seinen berühmten Liebesepen Figuren wie Turandot erschaffen hat, beschäftigt sich die Oper mit dem Rollenbild der Frau in der islamischen Gesellschaft, mit Emanzipations- und Lösungsversuchen. Nizami verliebt sich in die starke selbstbewusste Sklavin Apak, macht sie zu seiner Frau, kann jedoch ihre Vernichtung durch die patriarchale Männerwelt nicht verhindern. Gleichzeitig führen ihn die Frauenfiguren in seiner Fantasie zu einer neuen fortschrittlichen Sicht auf die Rolle der Frauen, deren Emanzipation er fortan in seinem Werk eine große Rolle zuweist.
Neda – der Ruf ist ein Auftragswerk des Theaters Osnabrück und wurde dort am 13. März 2010 uraufgeführt. Regie: Carin Marquart; Musikalische Leitung: Daniel Inbal.
„Nader Mashayekhi ließ sich … ein vielgestaltiges Libretto schreiben, das sehr geschickt die Zeit- und Handlungsebenen in drei Akten und einem Epilog miteinander verknüpft.“ (FAZ)
„Dabei mischen sich in dem knapp 90-minütigen Werk Fantasie und Wirklichkeit ebenso virtuos wie Vergangenheit und Gegenwart. Der Dichter Nizami trifft auf die eigensinnige und höchst reale Sklavin Apak und auf Fantasiegestalten, die sich den Machtansprüchen der Männer widersetzen.“ (Die Zeit)
Marco Vassalli (Nizami), Chor und Damen des Extrachors des Theaters Osnabrück
Anja Meyer (Apak), Mark Hamman (Der Freund)
Mark Hamman (Der Freund), Marco Vassalli (Nizami), Genadijus Bergorulko (Ältester), Sang-Eun Shim (Gelehrter), Anja Meyer (Apak), Chor
Genadijus Bergorulko (Ältester), Sang-Eun Shim (Gelehrter), Mark Hamman (Der Freund), Anja Meyer (Apak), Chor
Schneidereit (Nuschabe), Natalia Atamanchuk (Fitna), Anja Meyer (Apak), Marco Vassalli (Nizami), Lina Liu (Turandot), Damenchor
Lina Liu (Turandot), Natalia Atamanchuk (Fitna), Marco Vassalli (Nizami), Eva Schneidereit (Nuschabe), Anja Meyer (Apak)
Lina Liu (Turandot), Natalia Atamanchuk (Fitna), Eva Schneidereit (Nuschabe), Anja Meyer (Apak), Chor, Statisterie
Fotos © Klaus Fröhlich