Oper von Nader Mashayekhi

Libretto: Nadja Kayali & Angelika Messner

UA: 13. März 2013 Theater Osnabrück, Auftragswerk

Regie: Carin Marquart

Musikalische Leitung: Daniel Inbal

Anhand des Schicksals des persischen Dichters Nizami, der in seinen berühmten Liebesepen Figuren wie Turandot erschaffen hat, beschäftigt sich die Oper mit dem Rollenbild der Frau in der islamischen Gesellschaft, mit Emanzipations- und Lösungsversuchen. Nizami verliebt sich in die starke selbstbewusste Sklavin Apak, macht sie zu seiner Frau, kann jedoch ihre Vernichtung durch die patriarchale Männerwelt nicht verhindern. Gleichzeitig führen ihn die Frauenfiguren in seiner Fantasie zu einer neuen fortschritt­lichen Sicht auf die Rolle der Frauen, deren Emanzipation er fortan in seinem Werk eine große Rolle zuweist.

„Nader Mashayekhi ließ sich … ein vielgestaltiges Libretto schreiben, das sehr geschickt die Zeit- und Handlungsebenen in drei Akten und einem Epilog miteinander verknüpft.“ (FAZ)

„Dabei mischen sich in dem knapp 90-minütigen Werk Fantasie und Wirklichkeit ebenso virtuos wie Vergangenheit und Gegenwart. Der Dichter Nizami trifft auf die eigensinnige und höchst reale Sklavin Apak und auf Fantasiegestalten, die sich den Machtansprüchen der Männer widersetzen.“ (Die Zeit)

Fotos © Klaus Fröhlich